Eine Heimat für alle Mitglieder

31. Januar 2022

Dem FC Fürth liegt die Baugenehmigung für sein Vereinsheim vor

Fürth. In das Projekt „neues Vereinsheim“ des FC Fürth kommt Bewegung. In diesen Tagen ist die endgültige Baugenehmigung erteilt worden, wie Vorstandsmitglied Kurt Schmitt im Gespräch mit der Redaktion bestätigt. Der Verein wartet jetzt noch auf den Eingang eines letzten Förderbescheides und dann kann die bauliche Umsetzung des lange gehegten Vorhabens beginnen. Wie berichtet plant der Fußballclub, auf dem Gelände zwischen der Rettungswache und dem neuen Unternehmenssitz der Firma Jäger eine Heimat für seine Mitglieder in Holzbauweise zu schaffen. Das Gelände liegt in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße 38/460 zwischen der Kerngemeinde und Krumbach.

Seit zwei Jahren beschäftigt dieses Projekt den Verein. Nach langer, intensiver Vorarbeit könnte es jetzt bald sichtbare Fortschritte geben. Mitte März, so die Hoffnung, kann mit den Erdarbeiten begonnen werden. Im April würde dann das Holzhaus aufgebaut, es folgen der Innenausbau und die Arbeiten an der Außenanlage. Läuft dies alles glatt, könnte das neue Vereinsheim des FC Fürth ab September oder Oktober genutzt werden.

Alle Generationen im Blick

Die Präsentation der Pläne vor knapp einem Jahr hatte in der Gemeinde für Aufsehen gesorgt – insbesondere die gewählte Bauweise in Form einer Almhütte. Damit verbundenen Spekulationen tritt Kurt Schmitt deutlich entgegen: „Das wird keine Party-Location“, stellt er klar. Vielmehr soll in dem speziellen Ambiente dieser Holzkonstruktion die gesamte Vereinsfamilie eine Heimat finden. „Für alle Generationen des FC soll das eine Wohlfühlstätte werden“, fügt der Vereinsfunktionär an. In diesem Sinne wird der FC Fürth seine neue Heimstätte auch selbst betreiben. Die Verpachtung der Wirtschaftsräume ist nicht Teil des Konzeptes.

Insbesondere die Vereinsjugend haben die Verantwortlichen des Fußballclubs dabei im Blick. Sie soll einen Anlaufpunkt abseits des Sportplatzes bekommen, für Zusammenkünfte, Sitzungen oder auch Lehrgänge. Während die aktiven Sportler dort beispielsweise ihre Spielersitzungen abhalten können, sind für die etwas älteren FC-Mitglieder unter anderem Kaffeenachmittage denkbar.

Das Wort „Heimat“ fällt in dem Gespräch immer wieder. Denn an einer solchen mangelt es dem Traditionsverein seit einigen Jahren. Mit dem Umzug des Sportbetriebs vom Fußballplatz in der Gerhart-Hauptmann-Straße ins Stadion bei der Heinrich-Böll-Schule ist Anfang der 2000er-Jahre auch das dortige Clubheim aufgegeben worden. Dort ist inzwischen durch die Gemeinde ein neues Wohngebiet geplant. Seither hat der FC Fürth gemeinsam mit dem SV das Wirtschaftsgebäude des Stadions von der Gemeinde gepachtet. Daran wird sich mit dem Neubau nichts ändern. Dort findet auch in Zukunft der Wirtschaftsbetrieb bei Heimspielen der Fußballer statt. Ein eigenes Vereinsheim kann diese Gaststätte aber nicht ersetzen. „Darunter leidet der Kern des Vereinslebens: die Gemeinschaft“, sagt Schmitt.

Nach rund 15 Jahren und diversen Anläufen ist jetzt eine Lösung gefunden worden – in enger Abstimmung mit der Gemeinde. Dieser gehört das Grundstück, es wird dem FC für 99 Jahre in Erbpacht zur Verfügung gestellt. Bei der Präsentation im März 2021 sprach Bürgermeister Volker Oehlenschläger von einer Strategie zur Förderung des unverzichtbaren Vereinslebens.

Akribische Planungen

Die Planungen vonseiten der Vereinsverantwortlichen sind akribisch. Viel Wert werde dabei auf Lärm- und Emissionsschutz gelegt, unterstreicht der Vorstand. Nicht zuletzt die aktuelle Pandemie habe gezeigt, wie bedeutsam der Luftaustausch und die -filterung sind. Eine entsprechend konzipierte Anlage soll für ausreichende Frischluftzufuhr auch bei geschlossenen Fenstern sorgen. Das im Grundriss 15 mal 20 Meter große Gebäude wird in sogenannter Ständerbauweise errichtet und besteht aus Altholz. Für die Umsetzung hat der FC Fürth ein erfahrenes Unternehmen aus der Chiemseeregion verpflichtet, das bereits rund 500 solcher Hütten errichtet hat. Für die weiteren Gewerke rund um den Bau möchte der Verein bevorzugt regionale Firmen berücksichtigen.

Das Innere des Vereinsheims wird stilecht in alpenländischem Flair gestaltet – von den Möbeln bis zu Gardinen und den Accessoires. Eine runde Sache, ganz aus Holz. „Das ist ein nachhaltiger Baustoff, was dem Ganzen zusätzlich Charme verleiht“, sagt Kurt Schmitt. Die Mitglieder des FC Fürth können sich also auf eine ganz besondere neue Vereinsheimat freuen. Ein Hingucker wird das Heim allemal. arn

Quelle: wnoz.de | 28.01.2022

(c) 2018 Fußball Club Fürth 1949 e.V.

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